Grand Canyon Skywalk

Skywalk

Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einer Plattform aus Glas. Sie wagen einen Blick nach unten sehen nichts als 1200 Meter Luft zwischen Ihnen und dem Boden des Grand Canyon. Bis vor ein paar Jahren konnte eine Sensation wie diese nur im Traum erlebt werden. Seit 2007 jedoch ist in einem Indianerreservat 200 Kilometer östlich von Las Vegas, der Traum zur Wirklichkeit geworden.


Der Grand Canyon Skywalk ist seit dem Frühjahr 2007 für die Öffentlichkeit zugänglich. Bestehend aus einer U-förmig hinausragenden Konstruktion aus Stahlträgern mit gläsernen Bodenplatten und gläsernem Geländer, ragt er 20 Meter über dem Rand des Grand Canyon. Der Glasboden besteht aus einer Stahl-Glas-Konstruktion mit insgesamt 46 VSG-Glasscheiben. Jede Glasscheibe ist 55 Millimeter dick, wiegt etwa 400 kg und besteht aus fünf durch Folien miteinander verbundene Einzelscheiben. Die insgesamt zwanzig rechteckigen und 26 in Keilform angefertigten VSG-Scheiben aus SGG Stadip Lite Floor Spezial sind mit einer speziellen Folie verbunden und entsprechen den höchsten Sicherheitsanforderungen. Tests haben bewiesen, dass die VSG-Scheiben auch im Falle einer Zerstörung ihre Resttragfähigkeit beibehalten und weiterhin noch mehrere Personen tragen können. In der Praxis hält der Skywalk eine Belastung von 750 kg/m2 aus. Die komplette Konstruktion des Skywalks wiegt über 480 Tonnen und wurde vom Architekten Mark Ross Johnson geplant. Der Skywalk soll Windstärken von bis zu 160 Stundenkilometern und Erdbeben der Stärke sieben schadlos überstehen. Auf der Konstruktion dürfen sich gleichzeitig 120 Personen aufhalten.

Bei der Brüstung handelt es sich um sogenanntes Diamantglas, das einen geringen Eisenoxydanteil hat. Es wurde zu Verbundsicherheitsglas verarbeitet. Die besondere Eigenschaft von Diamantglas ist, dass es heller, weißer und noch durchsichtiger ist als herkömmliches Floatglas.

Vor dem Betreten des Glasbodens müssen extra Schutzschuhe übergezogen werden, um das zerkratzen des Glases zu vermeiden. Allerdings helfen diese Überzieher nur bedingt bei ca. 250.000 Besuchern jedes Jahr. Und so musste der Glasboden bereits im Jahr 2011 ausgetauscht werden.

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